Fragen zum spF

  1. Allgemeine Fragen
  2. spF auf Grund einer Lernbehinderung

  3. spF auf Grund einer geistigen Behinderung

  4. spF auf Grund einer Körperbehinderung

  5. spF auf Grund einer Sinnesbehinderung (Hör-/Sehbehinderung)

  6. spF auf Grund einer Sprachbehinderung

  7. spF auf Grund einer Verhaltensbehinderung

     

    1. Allgemeine Fragen

  • Was ist ein spF?

    Ein Antrag auf Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs ist einzubringen, sobald abzusehen ist, dass das Kind auf Grund einer Behinderung dem Unterricht in der Volksschule ohne sonderpädagogischer Förderung nicht folgen kann. Dies geschieht bereits vor Schuleintritt oder erst später, wenn sich im Laufe der Schulzeit herausstellt, dass das Kind eine sonderpädagogische Förderung benötigt.

     

  • Muss das Kind eine Klasse wiederholt haben, bevor ein spF ausgesprochen werden kann?

    Für den Zeitpunkt zur Feststellung des spF gibt es keine allgemeingültigen Regelungen. Im Rahmen einer umfassenden förderdiagnostischen Analyse, eines ausreichenden Beobachtungszeitraumes und unter Ausschöpfung aller grundschulspezifischen Fördermaßnahmen (Individualisierung und Differenzierung, Förderunterricht, Wiederholen einer Schulstufe) wird der Bedarf an sonderpädagogischer Förderung festgestellt. Die Abklärung einer Lernbehinderung soll grundsätzlich innerhalb der Grundstufe 1 erfolgen. Die frühzeitige Beratung durch das Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Es obliegt der pädagogischen Verantwortung der Klassenlehrerin/des Klassenlehrers und der Schulleitung, dass einer verspäteten sonderpädagogischen Intervention durch eine zeitgerechte sonderpädagogische Begutachtung entgegengewirkt wird.

  • Kann der spF aufgehoben werden?

    Sobald bei einem Kind auf die sonderpädagogische Förderung verzichtet werden kann, wird die Feststellung des spF durch den Landesschulrat für OÖ (LSR für OÖ) – Bildungsregion Eferding aufgehoben. Ein  Antrag auf Aufhebung ist an den LSR OÖ - Bildungsregion Eferding zu senden.

     

  • Gibt es bei Einzelintegration Unterstützung?

    Die Ressourcenverteilung (Einsatz einer Sonderschullehrerin/eines Sonderschullehrers oder einer Assistenz) obliegt der zuständigen Pflichtschulinspektorin/dem zuständigen Pflichtschulinspektor der Bildungsregion.

     

  • Ist sichergestellt, dass mein Kind mit spF nie mehr eine Klasse wiederholen muss?

    § 25 (5a) Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemeinen Schulen sind berechtigt, in die nächsthöhere Schulstufe aufzusteigen, wenn dies für den Schüler insgesamt eine bessere Entwicklungsmöglichkeit bietet; hierüber hat die Klassenkonferenz gemäß § 20 Abs. 6 zu entscheiden.

    § 27. (1) Wenn ein Schüler zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe (§ 25) nicht berechtigt ist oder gemäß § 25 Abs. 9 zum Aufsteigen berechtigt ist, darf er die betreffende Schulstufe wiederholen, soweit in den nachstehenden Absätzen nicht anderes bestimmt ist. Das gleiche gilt, wenn der Schüler die lehrplanmäßig letzte Schulstufe einer Schulart nicht erfolgreich abgeschlossen hat.

    (2) Auf Ansuchen des Schülers hat die Klassenkonferenz die Wiederholung einer Schulstufe durch einen Schüler, der zum Aufsteigen in die nächst höhere Schulstufe berechtigt ist (§ 25), zu bewilligen, wenn die Aufholung eines Leistungsrückstandes, der aus entwicklungs- oder milieubedingten oder aus gesundheitlichen Gründen eingetreten ist, ermöglicht werden soll und die Einordnung des Schülers in die neue Klassengemeinschaft zu erwarten ist und Abs. 3 nicht entgegensteht. Eine Wiederholung der letzten Stufe einer Schulart im Sinne dieses Absatzes - ausgenommen der 4. Stufe der Volksschule sowie der letzten Stufe einer Sonderschule - ist unzulässig. Eine freiwillige Wiederholung ist während des gesamten Bildungsganges nur einmal zulässig; hievon ist der Schüler nachweislich in Kenntnis zu setzen. Er ist berechtigt, trotz einer Bewilligung zur freiwilligen Wiederholung in die nächsthöhere Schulstufe aufzusteigen. Dem Schüler ist über die wiederholte Schulstufe ein Jahreszeugnis (§ 22 Abs. 1) auszustellen. Die Berechtigung des Schülers zum Aufsteigen richtet sich nach diesem Jahreszeugnis, es sei denn, dass das vor der Wiederholung der Schulstufe für ihn günstiger ist.

    (3) Wenn ein Schüler im Falle der Wiederholung der Schulstufe die nach § 32 zulässige Höchstdauer des Schulbesuches überschreiten würde oder wenn der Schulbesuch gemäß § 33 Abs. 2 lit. f zu beenden ist, darf er die betreffende Schulstufe nicht wiederholen.

     

  • VS beendet – was nun?

    Beim Übertritt von Schülerinnen und Schülern aus der Volksschule in die Sekundarschulen sollen sonderpädagogische Maßnahmen nicht nur fortgeführt, sondern überprüft und neu festgelegt werden.

    Bei Schülerinnen und Schülern mit einer Sprach-, Körper- oder Sinnesbehinderung ist mit Ende der 4. Klasse der Volksschule der sonderpädagogische Förderbedarf aufzuheben, sofern sie die Aufnahmevoraussetzungen für die weiterführende Schule erfüllen.

     

  • Was ist eine Assistenz?

    Eine Assistenz kann für Schülerinnen/Schüler mit spF eingesetzt werden, wenn vom Pflichtschulinspektor der zuständigen Bildungsregion der Bedarf hierfür festgestellt wird. Aufgabe der Assistenz ist es, Schülerinnen und Schüler mit spF im Schulalltag an den oberösterreichischen öffentlichen Pflichtschulen mit pflegerisch – helfenden Tätigkeiten zu unterstützen.

    Die Beistellung von Assistenz ist in den Rahmenrichtlinien im Sinne des § 48a OÖ Pflichtschulorganisationsgesetz 1992 geregelt.

     

  • Schülertransport: Wann darf eine Schülerin/ein Schüler einen Schulbus (Behindertentransport) benützen?

    Die Schule muss sich in Absprache mit dem Schulerhalter um die Organisation kümmern.

    Nähere Informationen finden Sie im Erlass des Landesschulrates für OÖ, A 3– 8/3-ad1-2005 vom 2.2.05 unter
    www.lsr-ooe.gv.at

     

  1. 9. Pflichtschuljahr beendet – was nun?

    Schüler/ Schülerinnen mit spF haben das Recht mit Zustimmung des Schulerhalters und mit Bewilligung des Pflichtschulinspektors der Bildungsregion in der sich die Schule befindet ein freiwilliges 10., 11. und 12. Schuljahr zu absolvieren, sofern sie zu Beginn des betreffenden Schuljahre das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (SchUG § 32).

     

    Jede Schülerin/jeder Schüler mit spF hat die Möglichkeit in den letzten Pflichtschuljahren sich beim Jobcoaching zu melden.

    Jobcoaching hat das Ziel, berufliche Perspektiven für Jugendliche aufzuzeigen. Es soll dabei helfen, realistische Entscheidungen für die berufliche Zukunft zu treffen. Jobcoaching dient auch zur Abklärung vor einer integrativen Berufsausbildung. Verschiedenste Möglichkeiten wie z. B.: Lehre, Teillehre, Arbeitsassistenz ... sind vorhanden.

     

     

    2. spF auf Grund einer Lernbehinderung 

  • Wann soll ein sonderpädagogischer Förderbedarf auf Grund einer Lernbehinderung ausgesprochen werden?

    Bei Schüler/innen, die ohne Vorliegen einschlägiger medizinischer und psychischer Hinweise auf eine Behinderung in die Volksschule aufgenommen werden, ist bei Beeinträchtigungen des Lernens zwischen Schüler/innen mit Lernschwächen und solchen mit Lernbehinderung zu unterscheiden. Um diesbezüglich eine Abklärung zu erreichen, ist nach einem ausreichenden Beobachtungszeitraum und der Ausschöpfung aller grundschulspezifischen Fördermaßnahmen ein sorgfältiges förderdiagnostisches Vorgehen erforderlich.

    Die Abklärung einer Lernbehinderung soll grundsätzlich innerhalb der Grundstufe 1 erfolgen.

 

          3. spF bei geistiger und/oder mehrfacher Behinderung

  • Ich habe ein Kind mit diagnostizierter Entwicklungsverzögerung. Wie suche ich um spF an?

    An jeder Schule liegen Ansuchen zur Feststellung des spF auf. Dieses wird meistens von Eltern und der Schulleitung gemeinsam gestellt. Eltern können im Rahmen des Verfahrens Gutachten von Personen, welche das Kind bisher pädagogisch, therapeutisch oder ärztlich betreut haben, vorlegen. Der Pflichtschulinspektor der Bildungsregion hat zur Feststellung, ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf besteht, ein sonderpädagogisches Gutachten sowie erforderlichenfalls ein schul- oder amtsärztliches Gutachten und mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten des Kindes ein schulpsychologisches Gutachten einzuholen.

     

  • Kann mein behindertes Kind noch 1 Jahr länger im Kindergarten bleiben?

    Sofern medizinische Gründe dem Besuch der Schule entgegenstehen oder dieser zu einer für die Schülerin/den Schüler unzumutbaren Belastung würde, ist die Schülerin/der Schüler für die unumgänglich notwendige Dauer vom Besuch der Schule zu befreien.

     

  • Was ist für mein Kind besser - eine Integrationsklasse oder eine Sonderschulklasse?

    Laut § 8a des Schulpflichtgesetzes sind schulpflichtige Kinder mit spF berechtigt die allgemeine Schulpflicht entweder in einer für sie geeigneten Sonderschule oder Sonderschulklasse oder in einer den spF erfüllenden Volksschule, Neuen Mittelschule oder Unterstufe einer allgemeinbildenden höheren Schule zu erfüllen, soweit solche Schulen (Klassen) vorhanden sind und der Schulweg den Kindern zumutbar ist.

     

  • Was ist ein S- Klassen Lehrplan?

    Erziehung und Unterricht der Schülerinnen und Schüler, für die dieser Lehrplan gilt, haben ausnahmslos von den vorhandenen und nicht von den fehlenden Voraussetzungen der Kinder auszugehen. Es werden nur Zielrichtungen angegeben, sodass für jede Schülerin und für jeden Schüler individuelle Einzelziele zuzuordnen sind. Weiters wird auf eine jahrgangs-bezogene und schulstufengemäße Gliederung der Bildungsinhalte verzichtet, um eine möglichst große Entwicklungsgerechtheit in der Planung zu erreichen. Der S- Klassen Lehrplan bezieht sich immer auf die gesamte Persönlichkeit eines Kindes und kann nicht für einzelne Gegenstände gegeben werden.

     

  • Wie viele Kinder sind in einer S- Klasse?

    Die Zahl der Schüler in einer Klasse in einer Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder darf 8 nicht übersteigen. Die meisten Sonderschulklassen für schwerstbehinderte Kinder haben zwischen 4 und 8 Schüler.

     

  • Wie wird mein Kind beurteilt?

    Schüler, die nach dem Lehrplan der Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder unterrichtet werden, erhalten keine Noten, sondern ein Zeugnis mit verbaler Beurteilung.

     

     

    4. spF auf Grund einer Körperbehinderung

  • Welche Möglichkeiten für den Schulbesuch gibt es für ein körperbehindertes Kind?

    Die Eltern können sich zwischen Integration und einer Allgemeinen Sonderschule entscheiden.

    In Oberösterreich gibt es auch eine Spezialschule für körperbehinderte Kinder in Leonding, St. Isidor (Landesschulzentrum für Bewegung und Motorik).

    Ein Wechsel von einer Schulform in die andere ist jederzeit möglich.

    Das überregionale ZIS und die regionalen ZIS beraten die Erziehungsberechtigten.

     

  • Wann soll ein spF auf Grund einer Körperbehinderung ausgesprochen werden?

    Folgende Bedingungen rechtfertigen die Feststellung eines spF auf Grund einer Körperbehinderung:

  • Medizinisch befundete motorische Beeinträchtigung

  • Erheblicher motorischer Entwicklungsrückstand

  • Schulalltag

  • Das Kind braucht Unterstützung durch eine anderen Person.

  • Selbständige Arbeitsorganisation ist nicht möglich

  • Behinderungsspezifisches Arbeits-, Anschauungs- und Lernmaterial ist nötig

  • Technische Hilfsmittel werden benötigt

Die Zusammenarbeit der Schulaufsicht, des regionalen und des überregionalen Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik ist nötig, um dem Kind gerecht zu werden.

  • Hat mein Kind Nachteile, wenn es einen spF auf Grund einer Körperbehinderung hat?

    Die Lehrplanzuordnung erfolgt unabhängig vom spF auf Grund einer Körperbehinderung. Dieser wird im Zeugnis nicht vermerkt, erweitert aber die Möglichkeiten der Unterstützung im Unterricht. Es besteht bei Bedarf die Möglichkeit, mehr Zeit für Schularbeiten und Tests zu bekommen (>>siehe Leistungsbeurteilung), behinderungsspezifische Hilfsmittel können ohne Einschränkung verwendet werden.

    Das Kind kann durch Jobcoaching bei der Jobausbildung/ -findung unterstützt werden (>> siehe Pflichtschule beendet – was nun?).

  • Scheint der spF auf Grund einer Körperbehinderung im Zeugnis auf?

    Nein, der sonderpädagogische Förderbedarf auf Grund einer Körperbehinderung wird nur im Stammblatt vermerkt. Einzige Ausnahme: Im Unterrichtsgegenstand Bewegung und Sport kann auf die Benotung verzichtete werden (Vermerk "teilgenommen").

  • Leistungsbeurteilung bei Körperbehinderung

    Der Schüler/ die Schülerin wird entsprechend dem zugeordneten Lehrplan benotet.

  • Beurteilung schriftlicher Leistungen

Die Basis dafür bieten § 18 Abs 6 SchUG, §2 Abs 4 LBVO.

Sind Schüler kognitiv in der Lage, die vom Lehrplan geforderten Leistungen zu erbringen, arbeiten aber auf Grund der eingeschränkten Motorik zu langsam, kann individuell Unterstützung angeboten werden:

  • mehr Zeit für Schularbeiten und Tests

  • Aufgabenreduktion

  • Mündliche statt schriftliche Prüfung (wenn möglich)

  • Behinderungsspezifische Maßnahmen werden schriftlich festgelegt und haben keine Auswirkungen auf die Noten.

  • Die motorische Beeinträchtigung wirkt sich vorwiegend in Werkerziehung, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Hauswirtschaft und Geometrisch Zeichnen aus.

  • Der Rahmenlehrplan ermöglicht eine Individualisierung und spezielle Unterrichtshilfen (Grundlage: SchUg §18/8).

  • Beratung durch das regionale ZIS und das ZIS für Körperbeeinträchtigte kann angefordert werden.

  • Kann ein Schüler/eine Schülerin mit einer körperlichen Beeinträchtigung eine mittlere oder höhere Schule besuchen?

    Werden die Aufnahmevoraussetzungen der angestrebten Schule erfüllt (entsprechendes Zeugnis, körperliche Voraussetzungen), steht dem Besuch nichts im Wege.

    Vorbereitende Gespräche und Klärung sind sehr oft von Vorteil, die Mitarbeiterinnen des ZIS für Körperbeeinträchtigte unterstützen, beraten und begleiten das Kind.

    In mittleren und höheren Schulen gibt es für die Schüler keinen Bescheid, dieser wird nach der Pflichtschule aufgehoben.

    Allenfalls notwendige Assistenz kann an der Bezirkshauptmannschaft (Chancengleichheitsgesetz) beantragt werden.

     

  • Gibt es finanzielle Unterstützung für körperbehinderte Schüler/innen?

  • Der Schulerhalter: ist nach dem Pflichtschulorganisationsgesetz verpflichtet für die Ausstattung (Möbel und Lernmaterialien) aufzukommen (Abhängig von der finanziellen Lage der Gemeinde).

  • Die Gebietskrankenkasse übernimmt die Finanzierung von Heilbehelfen (Rollstuhl, Sitzschale, Therapiestuhl, Stehbrett) nach Verordnung durch den Arzt. Nach Bewilligung der OÖGKK kann das Hilfsmittel über einen Bandagisten bezogen werden. Eine doppelte Anschaffung für zu Hause und Schule ist nicht möglich.

  • Die Gebietskrankenkasse unterstützt auch bei der Finanzierung durch andere Förderungsträger.

  • Sozialabteilung des Landes OÖ: Im Rahmen des oö. Behindertengesetzes können Zuschüsse für Hilfsmittel und Heilbehelfe für zu Hause gewährt werden, sofern die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden. www.land-oberoesterreich.gv.at > Formulare > Gesellschaft und Soziales > Menschen mit Beeinträchtigungen > Antrag auf Gewährung einer Leistung

  • Hilfsmittelpool des Landes OÖ stellt Hilfsmittel, deren Anschaffungswert über 700€ liegt, gegen eine Nutzungsgebühr, die der Schulerhalter zu tragen hat, leihweise zur Verfügung (www.hilfsmittelpool.at).

  • Wie komme ich zu einem Euroschlüssel für Behinderten- WCs?

    Erforderlich ist ein Nachweis einer Behinderung, welche die Benutzung behindertengerechter WC-Anlagen unabdingbar macht (z.B. RollstuhlfahrerInnen, schwer Gehbehinderte,…).

    Eine Kopie des Behindertenpasses oder eine Kopie des Ausweises nach §29 StVO ist dem Bestellformular beizulegen und an die unten angeführte Adresse zu senden. Der Schlüssel ist kostenlos (Ersatzschlüssel kosten 20 €).

    Antragsformular unter:  www.oear.or.at/service/euro-key    

    Tel.: 01/5131533

    Bestellung: Österreichische  Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation ÖAR, Kennwort Euro-Key, Stubenring 2/1/4,
    1010 Wien

     

     

    5. spF auf Grund einer Sinnesbehinderung

  • Wann kann ein spF auf Grund einer Sinnesbehinderung ausgesprochen werden?

    Nicht jede Sinnesbeeinträchtigung zieht die Feststellung eines spF auf Grund einer Sinnesbehinderung nach sich. Er kann beantragt werden, wenn sich im    Schulfeld Problemfelder ergeben (oder zu erwarten sind) und diese im Zusammenhang mit der diagnostizierten Sinnesbeeinträchtigung stehen.

     

  • Welche Auswirkungen hat der spF auf Grund einer Sinnesbehinderung?

    Der spF ermöglicht besondere organisatorische, personelle und pädagogische Maßnahmen. Dazu zählen die Festlegung behinderungsspezifischer Lehrplanabweichungen, die Zuteilung von Stundenressourcen oder spezielle Förderangebote.

     

  • Zieht der spF auf Grund einer Sinnesbehinderung eine Lehrplanänderung nach sich?

    Nein. Der Lehrplaneinstufung liegen Leistungsfeststellungen und Leistungsbeobachtungen zugrunde.

     

  • Wird ein spF auf Grund einer Sinnesbehinderung im Zeugnis vermerkt?
    Nein.

     

  • Welche Beschulung ist möglich?

    Die Eltern können sich zwischen Integration und einer Allgemeinen Sonderschule entscheiden. In Oberösterreich gibt es eine Spezialschule für sinnesbehinderte Kinder (Landesschulzentrum für Hör- und  Sehbildung in Linz).

     

     

    6. spF auf Grund einer Sprachbehinderung

     

    Die Feststellung eines spF auf Grund einer Sprachbehinderung ist bei Schüler/innen auszusprechen, wenn die Bildungs-, Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten hinsichtlich des Spracherwerbs, des sinnhaften Sprachgebrauchs und der Sprechtätigkeit so beeinträchtigt sind, dass sie im Unterricht der allgemeinen Schule ohne sonderpädagogische Unterstützung nicht hinreichend gefördert werden können.

     

     

    7. spF auf Grund einer Verhaltensbehinderung